Abiturienten sind „Glücksmacher“
119 Schüler der Hüberts`schen Schule hatten am Freitag morgen allen Grund zur Freude. Sie hatten eine weitere Stufe ihres Lebens mit Erfolg genommen. „Mit der bestandenen Abiturprüfung haben Sie eine Weichenstellung vorgenommen, die Ihnen alle Möglichkeit offen lässt“, sagte Schulleiter Alfons Ahlers der Abiturientia im Festsaal einer Beestener Gaststätte. 97 Abiturienten hatten den betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt, 22 den fremdsprachlichen gesetzt. Elf von den 119 Abiturienten hatten mit einem Durchschnitt besser als 2,0 abgeschnitten. Schulbeste wurde Alexandra Bohnen aus Spelle und Chris Postmeier aus Ibbenbüren, die beide einen Notendurchschnitt von 1,5 erreichten. Sie wurden mit Präsenten geehrt.
„Einige Absolventen hatten bei der diesjährigen Abiprüfung im profilbildenden Leistungskurs erstmalig als Zentralabitur schwerere Aufgaben erwartet“, so Ahlers. „Doch das Niveau passte schon. Ich habe nirgendwo so viele tolle Leistungen erlebt. Ihr habt nicht nur ein Ziel gehabt, sondern seid mit Hilfe eurer Lehren euren Weg mit guten Noten erfolgreich zu Ende gegangen“, sagte der Schulleiter und war stolz auf seine Schüler und das Lehrerkollegium. Für das kommende Schuljahr habe er bereits 165 Anmeldungen für die Abiturklassen entgegen nehmen können. Ahlers machte in seiner Rede deutlich, dass die Abiturienten vor großen Herausforderungen stehen und ihre Haltung zu allen Lebensfragen entscheidend sei. Er ermutigte die Schüler, Optimisten zu sein, denn das seien keine Glückspilze, wie Pessimisten vielleicht meinten, sondern „Glücksmacher“. „Ihre Haltung schließt das Glück auf, zieht es an, lädt es zum Wirklichwerden ein“ sagte er.
Weiter betonte er, dass die Arbeit nun ein wesentlicher Bestandteil ihres zukünftigen Lebens sein werde: „Ihr Lebensglück wird ganz entscheidend davon abhängen, wie erfüllend Sie diesen Lebensbereich gestalten und leben können“. Obwohl die globale Welt viele Herausforderungen stelle, sei er ganz sicher, dass die Abiturienten sie annehmen und meistern werden.
Andreas Stermann aus Recke und Sebastian Wiebrock aus Fürstenau schauten als Schülersprecher auf drei erlebnisreiche Jahre an der Hüberts`schen Schule zurück. Sie hatten eine Schülerumfrage gemacht, was für den Einzelnen das Abitur bedeutet. Von der „Eintrittskarte ins neue Leben“ bis zur „geilen, witzigen Zeit in der Schule, die ich nie vergessen werde“ war da die Rede. Lustige Nebensächlichkeiten aus der Schulzeit oder zu den Eigenheiten der Lehrer machten den Vortrag der Schülersprecher zu einer heiteren Angelegenheit. Fazit der Sprecher: „Das Abi ist machbar.“
Dankesworte der Schülersprecher an Schulleiter, Lehrer und Eltern, die zur richtigen Zeit den nötigen Druck aber auch viel Verständnis für ihre Kinder aufgebracht hatten folgten.Der Weg für junge Menschen sei steiniger geworden, die Strecke kurvenreicher. Zu Lasten des sozialen Gefüges werde eine enorme Mobilität und Flexibilität verlangt, der Konkurrenzkampf sei stärker geworden, verglich Dr. Martin Oevermann aus Lingen als Elternvertreter seine eigene Schul- und Studienzeit mit heutigen Anforderungen an die Jugend. „Dies alles soll Euch nicht abschrecken. Ich gehe davon aus, dass Ihr auch solche Klippen meistern werdet und wünsche Euch, egal wo es Euch hin verschlägt, ein vernüfntiges soziales Umfeld, das man benötigt, um durchstarten zu können“, so der Redner.
Zuletzt überbrachte auch Bürgermeister Winfried Pohlmann die Glückwünsche des Rates und der Gemeinde Hopsten zum erfolgreichen Abitur. Er unterstrich, dass Studium und Berufsausbildung es erforderlich machen, sich einzuordnen und Rücksicht zu nehmen. Diese Einstellung präge das soziales Leben.
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung (07.06.2008)