124 Schüler der Hüberts`schen Schule setzen Segel Richtung Zukunft

Was ist Glück? Dieser Frage versuchten die Abiturienten der Hüberts´schen Schule am Freitagmorgen im ökumenischen Gottesdienst mit Pastorin Elke Böhne und Pfarrer Johannes Söntgerath in der St.-Georg-Kirche auf den Grund zu gehen. Dabei brauchten die 124 Schüler an diesem Tag das Glück gar nicht mehr zu suchen. Sie durften glücklich und stolz sein, denn „Sie sind der zweite Jahrgang, der in Nordrhein-Westfalen in dieser Variante der gymnasialen Oberstufe das Zentralabitur gemeistert hat,“ lobte Schulleiter Alfons Ahlers die Schulabgänger in seiner Abschiedsrede im Hotel Lütkemeyer in Dreierwalde.

Insgesamt hatten die fünf Klassen des Jahrgangs 2009 einen Notendurchschnitt von 2,5 erreicht. 13 erhielten sogar eine Durchschnittsnote 2,0 und besser. Alfons Ahlers freute sich, Clarissa Rumpke aus Lengerich (1,4) und Lena Otte aus Hopsten (1,3) als Schulbeste mit einem Buchgeschenk ehren zu können.

In seiner Rede ging Ahlers in einer kurzen Analyse auf die berufliche, durch die Finanzkrise enorm veränderte Welt ein, in der sich die Abiturienten künftig zurechtfinden müssen. Viele der Abiturienten werden später im beruflichen Leben Führungspositionen innehaben, bemerkte er. Um Situationen, wie sie aktuell herrschten, zu verhindern, müsse man die Ursachen kennen. Ahlers mahnte die Schüler, nicht nur auf den Profit in einem Geschäft zu schauen, sondern dass „es auch andere Unternehmensziele gibt, an deren Realisierung Sie mitarbeiten sollten“.

Begriffe wie Glückseligkeit, gelingendes Leben oder die Würde und Freiheit jedes Einzelnen und die Solidarität aller werden in der Ethik begründet und reflektiert. Aufgabe der Unternehmenspolitik und der Führungskräfte müsse es sein, sich diesen Werten unter konkreten Bedingungen anzunähern, wozu auch gehöre Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu schaffen, und als Vorbild aufzutreten.
„Sie haben die Prüfung zur Allgemeinen Hochschulreife mit hervorragenden Ergebnissen gemeistert“, sagte Ahlers weiter. Er sei sehr zuversichtlich, dass sie in der Lage sein werden, in ihrem nachschulischen Leben einen erfolgsversprechenden Mittelweg zu finden, um in der veränderten Berufswelt erfolgreich zu sein.

Bürgermeister Winfried Pohlmann gratulierte im Namen der ganzen Gemeinde zum Abitur. „Egal, für was sie sich entscheiden, ob Studium oder Berufsausbildung, stellen Sie sich Ihren neuen Herausforderungen und zeigen Sie vor allem Verantwortung für die Gesellschaft und für den Nächsten“, gab er den jungen Menschen zum Abschied mit auf dem Weg. Elternvertreterin Gabriele Ebbers aus Dreierwalde sagte: „Wir freuen uns und sind stolz über Euren Erfolg. Wohin die Reise auch geht, hängt nicht davon ab, woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt. Wir wünschen Euch Ziele, ein gutes Ausrichten der Segel, Hilfe an Bord und einen günstigen Wind.“

Als Vertreter der Schüler bedankten sich Kirsten Wiethaupt (Lingen) und Lars Hohnhorst (Hopsten) bei Lehrern und Eltern für ihre Unterstützung während der dreijährigen Schulzeit: „Nun ist es Zeit, die Ernte einzufahren. Zeit aber auch, um Danke zu sagen und einen kleinen Rückblick zu halten.“ Dieser bestand aus vielen kleinen Anekdoten von Schulereignissen, aus der Theater-AG, Nachtschichten am PC, umfangreiche Vorbereitungen für Klausuren oder Spitznamen von Lehrern. Die Schulzeit in Hopsten sei geprägt gewesen vom gegenseitigen Respekt. „Von Anfang an wurden wir von den Lehrern als Erwachsene behandelt. Letztendlich vielleicht eines der Geheimnisse der Hübi, dass wir stets ein gutes Klima vorgefunden haben“, sagten die Schülersprecher.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, Schwienheer

(URL: http://www.ivz-online.de/lokales/kreis_steinfurt/hopsten/1073786_124_schueler_der_huebertsschen_schule_setzen_segel_richtung_zukunft.html)

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