Computerbasiswissen für Ausbilder/innen – Europäischer Computerführerschein ECDL

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat eine Infomappe zum Computerführerschein ECDL veröffentlicht. Ausbildern und Ausbilderinnen soll es ermöglicht werden, ein Software-Hersteller unabhängiges IT-Zertifikat zu erwerben, das international anerkannt ist. – In sieben Modulen wird fundiertes Basiswissen zu Hard- und Software vermittelt.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung engagiert sich intensiv dafür, dass sich das in der beruflichen Bildung tätige Ausbildungspersonal mit dem notwendigen und heute unverzichtbaren IT-Basiswissen ausstatten kann. Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für berufliche Bildung (BIBB): „Deshalb wollen wir es allen Ausbildern und Ausbilderinnen ermöglichen, ein Software-Hersteller unabhängiges IT-Zertifikat zu erwerben, das international anerkannt ist.“

Das für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang notwendige Computer-Basiswissen bietet strukturiert und transparent der aus insgesamt sieben Modulen bestehende Europäische Computerführerschein (ECDL). Ein mit Hilfe des ECDL erworbenes und zertifiziertes Computerwissen entspricht den Kenntnissen, die Unternehmen, ausbildende Betriebe und öffentliche Verwaltung von ihren Auszubildenden und späteren Fachkräften im Umgang mit computergestützten Arbeitsumgebungen erwarten.

Computerbasiswissen, u.a. auch als „vierte Kulturtechnik“ bezeichnet, ermöglicht es Auszubildenden und Beschäftigten, komplexe technische Systeme und Arbeitszusammenhänge handlungsorientiert und eigenverantwortlich zu steuern, zu gestalten und sich damit individuelle Perspektiven in der Arbeitswelt zu verschaffen. Sie sind in der Lage, mit Hilfe der mit dem ECDL verbundenen zertifizierten Weiterbildung einen eigenen Beitrag zur Sicherung ihrer Beschäftigungsfähigkeit zu leisten.

Der Europäische Computer Führerschein (ECDL), der 1997 in Finnland seinen Anfang nahm, ist eine Antwort auf die Forderung nach fundiertem IT-Wissen in einer globalisierten Welt. Das in 148 Ländern anerkannte Zertifikat kann inzwischen in 38 Sprachen erworben werden. Weltweit haben bereits rund neun Millionen Personen am ECDL-Zertifizierungsprogramm teilgenommen. Über 1.200 Prüfungszentren bieten in Deutschland den ECDL an. Hessen hat als erstes Bundesland eine Rahmenvereinbarung mit der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik – DLGI (www.dlgi.de), der deutschen Akkreditierungsstelle für den ECDL, geschlossen, um Schulen den Zugang zum Zertifizierungssystem des ECDL zu erleichtern. Mit Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein Westfalen, Baden-Württemberg, dem Saarland, Niedersachsen, Hamburg, Brandenburg und Thüringen fördern inzwischen neun weitere Bundesländer den ECDL durch eine Kooperation mit der DLGI.

Manfred Kremer: „Wir werden in den nächsten Monaten bei dem berufsschulischen Bildungspersonal darum werben, die elektronische Schulbank zu drücken und sich auf die Prüfungen zum ECDL vorzubereiten. Attraktives Material soll sinnbildlich verdeutlichen, dass wir in der Basisbildung längst in ein neues Zeitalter eingetreten sind, für das leider immer noch vielen das Rüstzeug fehlt.“

Das BIBB hat eine Infomappe publiziert, die über das Bundesinstitut für Berufsbildung bestellt werden kann.
Online Informationen bietet ein E-Book zum ECDL-System

 

Quelle: http://www.foraus.de/web.select/news/showarticle/3879 (Zugriff am 20.11.2009)

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