2013 KRS Hopsten

Hüberts‘sche übernimmt Ketteler-Schule

Die Ketteler-Realschule ist schon lange das Sorgenkind in der Hopstener Schullandschaft. Nun ist klar, dass es sie in einigen Jahren nicht mehr geben wird. Das Erfreuliche ist allerdings, dass die Schulform „Realschule“ im Töddendorf bestehen bleibt. Die Hüberts’sche Schule übernimmt sie.

2013 KRS Hopsten

Unverhofft kommt oft: Bereits seit Jahren machen sich die Verantwortlichen in der Gemeinde Hopsten Gedanken darüber, wie die Vielfalt der Schullandschaft im Töddendorf langfristig erhalten werden kann. Das Sorgenkind war vor allem die Realschule. Es wurde intern nach Möglichkeiten gesucht, über Kooperationen mit Schulen in Hörstel und Recke nachgedacht. Jetzt ist die Lösung gefunden – und zwar gleich um die Ecke, könnte man sagen. Denn die Hüberts’sche Schule wird die Schulform übernehmen. Wenn alles glatt läuft, schon zum Schuljahr 2014/15.

Erste, sehr vielversprechende, Gespräche mit der Bezirksregierung sind bereits geführt. Die zuständige Dezernentin Gabriele Mecklenbrauck war auch schon in der Töddengemeinde zu Gast und hat Lehrerkollegium und Schulpflegschaft der Ketteler-Realschule informiert. Dabei habe sie sehr deutliche Worte gefunden, berichtet Bürgermeister Winfried Pohlmann. Eine staatliche Realschule darf nicht einzügig geführt werden. Demnach wäre die Ketteler-Realschule, die zum kommenden Schuljahr nur noch eine Eingangsklasse bilden wird, wahrscheinlich so oder so ab 2014/15 ausgelaufen.

„Das Dilemma ist, dass wir einfach zu wenig Kinder haben“, sagt Bürgermeister Winfried Pohlmann. Ganz spurlos gehe der demografische Wandel auch an Hopsten nicht vorbei. Daher könne die Gemeinde die Ketteler-Realschule nicht mehr halten. An die Hüberts’sche Schule als möglichen Rettungsanker für die Schulform „Realschule“ in Hopsten hatte lange niemand gedacht. Schließlich bietet die Privatschule bisher nur Bildungsgänge der Sekundarstufe zwei, also ab Klasse elf an.

Der Gedanke kam schließlich aus der Lokalpolitik, genauer gesagt aus dem Arbeitskreis Schule. Der gab dem Bürgermeister den Auftrag, doch einfach mal unverbindlich mit Alfons Ahlers, dem Leiter der Hüberts’schen Schule, zu sprechen. Und der reagierte ganz anders, als Pohlmann erwartet hatte. Nämlich sehr positiv. An der Hüberts’schen Schule habe man sich auch bereits Gedanken gemacht, erklärte Ahlers.

Inzwischen sind aus dem formlosen Gespräch längst konkrete Pläne geworden. Die Hüberts’sche Schule wird in nächster Zeit die Einrichtung eines Realschulzweigs bei der Bezirksregierung beantragen. Die Genehmigung wird für den Herbst erwartet. Dann können die ersten Fünftklässler 2014 eingeschult werden. Die Ketteler-Realschule hingegen wird im nächsten Schuljahr zum letzten Mal eine fünfte Klasse haben und danach auslaufen.
„Das ist ein Sechser im Lotto“, sagt Bürgermeister Winfried Pohlmann. „Eine grandiose Sache für die Gemeinde Hopsten.“ Er setzt auch auf den guten Ruf der Hüberts’schen Schule, der möglicherweise wieder Realschüler aus anderen Gemeinden nach Hopsten lockt.

Und auch Alfons Ahlers freut sich. „Ich glaube schon, dass sich eine Realschule von den anderen Schulformen in der Umgebung abheben kann“, ist er sich sicher.Eine Informationsveranstaltung mit Bürgermeister, Schulleitung und Bezirksregierung für die Eltern der Realschüler ist am Mittwoch, 26. Juni, um 18.30 Uhr in der Schulaula.

 

Quelle: IVZ Online, Anke Beiing, URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Hueberts%E2%80%98sche-uebernimmt-Ketteler-Schule-_arid,217027.html (11.06.2013)

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