„Klar wollen wir wieder mehr Geld“ – 5. „Lauf für das Licht“
Der „Lauf für das Licht“ ist ein echtes Erfolgsprojekt der Hüberts‘schen Schule. Er gehört inzwischen wie selbstverständlich zum Jahresablauf dazu. Kaum zu glauben, dass er am Dienstag, 13. September, erst in seine fünfte Auflage geht.

Start frei zum Sponsorenlauf: An dieser Stelle zwischen Sportplatz und Schule beginnt am Dienstag, 13. September, um 10 Uhr der 5. „Lauf für das Licht“. Etwa 1000 Schüler aus allen Schulen des Schulzentrums gehen dann auf die gut zwei Kilometer lange Runde. Organisatoren sind in diesem Jahr die Schüler der Sportabiturklasse GO15H der Hüberts’schen Schule.
Organisator ist diesmal die Klasse GO15H, eine der beiden Sportabiturklassen der Jahrgangsstufe zwölf mit ihrem Lehrer Thomas Feldkämper. Und die 16- bis 18-Jährigen stehen unter einem gewissen Druck, schließlich ist die Spendensumme stetig gestiegen. Im vergangenen Jahr haben die Schüler unglaubliche 27 000 Euro eingelaufen. Ob das noch zu toppen ist?
„Klar wollen wir wieder mehr Geld“, geben sich die Organisatoren zehn Tage vor dem Spendenlauf kämpferisch. Schließlich sind sie Sportler, mit Wettbewerb können sie umgehen. Um den Vormittag perfekt vorzubereiten, haben sie innerhalb der Klasse vier Planungsgruppen gebildet.
Gruppe eins kümmert sich um die Sicherung der Strecke, die vom Sportplatz am Schulzentrum bis zur Westfali-Arena und zurück führt. Etwa zwei Kilometer lang ist eine Runde. Gruppe zwei steht parat, falls jemand Erste Hilfe benötigt, sorgt parallel für Musik im Start/Ziel-Bereich und hält den Lauf in Fotos fürs Schularchiv fest. Gruppe drei ist für die Versorgung der Läufer mit Getränken und Snacks zuständig und kümmert sich um die Umkleiden. Gruppe vier schließlich rührt die Werbetrommel und hat Infoflyer für sämtliche Schüler aller Schulen des Schulzentrums und die Anlieger der Strecke konzipiert. Letztere werden gebeten, die betroffenen Straßen am Lauftag möglichst zwischen 10 und 12 Uhr zu meiden. Schließlich sind dort gut 1000 Schüler unterwegs.
„Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Arbeit ist, diesen Lauf vorzubereiten“, sagt Madita (17). Ebenso wie Jennifer (18) war sie aber gern bereit, sich für etwas Gutes zu engagieren. „Es ist schön, etwas zu tun, wenn man weiß, dass man anderen damit hilft“, sagt Franziska (16). Und Tom (17) schätzt vor allem das Element „Team“. „Wir können zusammen viel mehr reißen, als einer alleine könnte“, ist er sich sicher.
Der „Lauf für das Licht“ funktioniert nach dem gleichen Modus wie in den Vorjahren. Die Schüler suchen sich Sponsoren, die einen festgelegten Betrag pro gelaufener Runde zahlen. Das müssen nicht unbedingt Privatpersonen sein, auch Firmen können sich beteiligen.
Den Erlös wollen die Sportabiturienten in diesem Jahr dritteln. Ein Teil geht wie immer an den Mettinger Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß, der in Arusha, Tansania, seit Jahren ehrenamtlich Menschen am Grauen Star operiert – ihnen also das (Augen)licht zurückgibt. Sein Engagement hat dem Lauf im ersten Jahr seinen Namen gegeben. Das zweite Drittel geht ebenfalls nach Arusha, an eine Grundschule für Mädchen. Nachdem dort mithilfe der Spenden aus Hopsten bereits neue Klassenräume und ein Trinkwasserbrunnen, von dem die ganze Region profitiert, entstanden sind, ist nun ein Internat geplant. „Wir sehen, dass sich unser Einsatz lohnt“, sagt Thomas Feldkämper.
Drittel Nummer drei geht in diesem Jahr an die DKMS, ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Sie wurde im vergangenen Jahr erstmals von den Hüberts‘schen Schülern bedacht.
Quelle: IVZ Online, Anke Beiing (URL: http://www.ivz-aktuell.de/Artikel/94854/Lokales/Klar-wollen-wir-wieder-mehr-Geld, Zugriff am 01.09.2016)