Runde für Runde für den guten Zweck

Fünfter „Lauf für das Licht“: Der gute Zweck bringt Menschen dazu, Großes zu leisten. Noch einen Schritt weiter zu gehen, um am Ende über sich hinauszuwachsen. So, wie am Dienstag in Hopsten beim fünften „Lauf für das Licht“, organisiert von der Sportabiturklasse der Hüberts’schen Schule.

Rund 1200 Schüler gingen an den Start. Gelaufen wurde wie in den Vorjahren für den Mettinger Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß, der seit vielen Jahren im afrikanischen Tansania ehrenamtlich Menschen am Grauen Star operiert.

Es ist wenige Minuten nach Zehn, kurz nach dem Start also, und das Quecksilber macht es sich im Thermometer bei der 26 Grad-Marke bequem. „Die Kleinen sind wirklich am motiviertesten“, sagen Madita Siegbert und Katja Hassink. Die beiden angehenden Abiturientinnen sind an der Organisation des Sponsorenlaufes beteiligt und meinen in diesem Moment vor allem die Schüler aus der Jahrgangsstufe sechs. Die flitzen in diesem Moment in einem irren Tempo vorbei. „Zumindest im letzten Jahr hatten die Sechstklässler die meisten Runden auf dem Zettel“, sagt Katja. Gelaufen werden rund zwei Kilometer, erst Richtung Arena, dann an der Grundschule und an der Schützenhalle vorbei. Jede absolvierte Runde wird notiert. „Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Voraus Sponsoren gesucht, die pro absolvierte Runde einen gewissen Betrag spenden möchten. Nach jeder Runde müssen sie sich melden und sagen: Hallo hier bin ich“, erklärt Anja Arens-Fischer. Melden können sich die Teilnehmer zum Beispiel bei Antje Heitmann. „Bei mir haben einige schon die vier Runden voll, und müssten gleich schon wiederkommen“, erzählt sie.

Einige Sechstklässler hatten sich vorher satte zwölf Runden vorgenommen. Das behagt Antje Heitmann nicht uneingeschränkt: „Mir ist das bei dem Wetter etwas zu schnell.“ Sie behält vor allem die ambitionierten Fußballer im Auge. Etwas weiter am Getränkestand gibt es die weißen Pappbecher voll Wasser. Madita, Katja und Sophia Bärtels kommen mit dem Nachschub kaum hinterher. „Ich hätte nie gedacht, wie viel Arbeit es ist, so etwas zu organisieren“, sagt Madita und schleppt fleißig weiter Wassereimer. Dabei, so sagt sie, wäre sie selbst viel lieber mitgelaufen.

In diesem Jahr gehen die gesammelten Spenden zu zwei Dritteln nach Tansania und zu einem Drittel zur Deutschen Knochenmarksspenderdatei DKMS. Das haben die Schüler vorher so entschieden. Doch heute sind sie, Katja und Sophia nun mal für die Organisation zuständig, das fordert der Lehrplan von den Sportabiturientinnen. Aber die drei wissen auch: Es war gerade dieser Einsatz des vorherigen Jahrgangs, der beim letzten Mal die Summe von 27 000 Euro zusammengebracht hatte. Eine große Zahl, die in Staunen versetzt, aber zugleich auch motiviert. Ein Zwang zum Rekord freilich entsteht daraus nicht. „Natürlich möchte man sich immer steigern, aber Spenden ist kein Wettkampf“, sagt Madita. Am Ende zähle eben nur der gute Zweck.

 

Quelle: IVZ Online, Leon Ratermann (URL: http://www.ivz-aktuell.de/Artikel/97320/Lokales/Runde-fuer-Runde-fuer-den-guten-Zweck, Zugriff am 14.09.2016)

 

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