Hopstener Schüler meistern spanische Herausforderungen
Spanischlehrerin Pilar Lipperheide Gana, Schülerin Lena Schimmele, Mariana Meßbauer, Katrin Klostermann, Amelie Thurau sowie Spanischlehrerin Angela Real Granado (v.l.) von der Hüberts’schen Schule Hopsten. Zum ersten Mal absolvierten diese Schülerinnen ein „Pràcticas en Jerez de la Frontera; Andalucìa Spanien“ – ein Praktikum in Spanien
Jerez de la Frontera in der südspanischen Provinz Càdiz ist nicht nur Ziel vieler Urlauber. Vier Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 machten dort jetzt ein fünfwöchiges Praktikum. Fünf Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 absolvierten ein Praktikum über zwei Wochen. Zum ersten Mal organisierten die Spanischlehrerinnen Angela Real Granado und Pilar Lipperheide Gana ein Schülerpraktikum in Spanien. Beide sind in Spanien geboren und leben seit einigen Jahren in Deutschland.
Weihnachten fuhr Angela Real Granado in ihre Heimat und knüpfte die Verbindungen für die Schule. „Für die Fremdsprache Englisch ist das längst schon zur Routine geworden“, sagte Anja Arens-Fischer, die für die Schulkommunikation zuständig ist. „Schwerpunkt unserer Schule ist Wirtschaft und Fremdsprachen. Mit einem Betriebspraktikum in England oder Spanien haben die Schüler gleichzeitig einen Einblick in beide Bereiche“, erklärte sie.
Schülerin Anna van Dam (r.) von der Hüberts’schen Schule Hopsten führte Touristen durch die Bodega Gonzàlez Byass. Eine sprachliche Herausforderung während ihres Praktikums in Spanien.
Am 3. April begann für die jungen Frauen das Abenteuer Spanien. Die erste Herausforderung war der Weg von Sevilla nach Jerez de la Frontera, wo ein Appartement für die Schülerinnen angemietet war. „Sie haben es bestens gemeistert“, lobt Angela Real Granado. Sie selbst und ihre Kollegin begleiteten die Schülerinnen erst in den letzten zwei Wochen des Praktikums. Die vier 18-jährigen Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 absolvierten ein fünfwöchiges Praktikum in einer Bodega, einem Weingut. Alle vier haben Führungen durch die jeweilige Bodega für deutsche Gruppen gemacht, aber auch mit den Mitarbeitern die täglichen Arbeiten erledigt. Dazu gehörte das Verpacken der Produkte oder die Zubereitung der „Tapas“ für die Verkostung nach dem Rundgang durch die Bodega.
Die fünf Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 durften für zwei Wochen ein Praktikum absolvieren. Zwei Schülerinnen lernten den Alltag in einem Hotelempfang kennen. Dabei mussten sie unter anderem auch Übersetzungen aus dem Spanischen ins Deutsche erledigen, etwa für den Hotelprospekt.
Drei Schülerinnen wurden in der Stadt Jerez im Informations- und Touristenbüro eingesetzt. Dort mussten sie Touristen über die Sehenswürdigkeiten in Jerez de la Frontera informieren, aber auch die der näheren Umgebung sowie Auskunft über öffentliche Verkehrsmittel geben. Dabei war viel Eigeninitiative gefordert, da die Ansprüche der Touristen sehr unterschiedlich waren, berichteten die Schülerinnen.
Neben dem Praktikum gab es aber auch viele interessante außerbetriebliche Aktivitäten: Eine Fahrt nach Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens oder die Besichtigung der größten spanischen Kathedrale „La Giralda“ mit dem geschichtsträchtigen Glockenturm. Ein wichtiger Bestandteil der andalusischen Kultur ist der typische Tanz „Flamenco“. Einen solchen Flamenco-Abend verlebten die Schülerinnen in Jerez de la Frontera in der „Taberna Flamenca“.
Dieses erste Praktikum war auf beiden Seiten – sowohl für die Schülerinnen als auch für die spanischen Firmen – ein voller Erfolg. So lautete jedenfalls das Resümee bei einer Gesprächsrunde in der Hüberts’schen Schule. Damit wurde der Weg zu einem Praktikum in Spanien für weitere Spanischschüler der Schule geebnet.
Quelle: IVZ Online, Angelika Keidel (2009-06-24)
URL: http://www.ivz-online.de/lokales/kreis_steinfurt/hopsten/1080016_hopstener_schueler_meistern_spanische_herausforderungen.html