2012_Sponsorenlauf

Jeder Kilometer rettet Augenlicht

Schüler der Sportabitur-Klasse an der Hüberts’schen Schule in Hopsten haben mit einem Sponsorenlauf Geld für eine Augenklinik in Arusha, einer Stadt im Nordosten Tansanias, gesammelt. Insgesamt 600 Jugendliche und einige Lehrer drehten unermüdlich ihre Runden.

 

„Laufen fürs Licht“ – so hatten die 22 Schüler der Sportabitur-Klasse der Hüberts‘schen Schule ihren gestrigen Sponsorenlauf überschrieben. „Licht“ steht für Augenlicht, denn der Erlös geht an die Augenklinik in Arusha im Nordosten Tansanias. Dort engagiert sich der Mettinger Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß. Ein bis zwei Mal pro Jahr fliegt er hin und operiert ehrenamtlich Menschen, die ohne seine Hilfe und ohne Spendengelder erblinden würden.

 

2012_Sponsorenlauf

Diese Truppe gab augenscheinlich alles beim Sponsorenlauf des Sport-Leistungskurs

 

„In Tansania gibt es nur 25 Augenärzte – für 25 Millionen Menschen“, erklärt Preuß. Auf dem Land gebe es überhaupt keine Versorgung. Dabei reichten 50 Euro pro Patient aus, um die meisten Augenkrankheiten, wie etwa den Grünen Star, zu heilen.

Das nahmen sich die Schüler der Hüberts‘schen Schule sowie etliche Ketteler-Realschüler am Donnerstag zu Herzen. Insgesamt 600 Jugendliche und einige Lehrer drehten unermüdlich ihre Runden auf der zwei Kilometer langen Strecke von der Schule, um die WestfaliArena und zurück. Für jeden gelaufenen Kilometer gab es Bares. Für den einen mehr, für den anderen weniger. Denn seine Sponsoren hat jeder Schüler im Vorfeld selbst akquiriert.

Und dabei waren einige durchaus kreativ. „Manche haben nicht nur Familienmitglieder, sondern sogar Firmen angesprochen“, berichtet Linda Hofschlag aus der Sportabi-Klasse, die den Lauf organisiert hatte. „Einer hat 50 Euro pro Kilometer bekommen und so 500 Euro eingelaufen“, ergänzt Desiree Schlautmann. Jan Pruhs aus der fünften Klasse der Realschule hat sogar Bürgermeister Winfried Pohlmann fünf Euro pro Kilometer abgeschwatzt. Sowieso hätten sich vor allem die jüngeren Realschüler total angestrengt, loben Marius Hofschlag und Luca Meyer.

Die Tageshöchstleistung lag bei 14 Kilometern. Das haben gleich mehrere Starter geschafft. Jetzt müssen alle ihre Sponsorengelder eintreiben. Die Gesamtsumme für Tansania wird aber wohl erst nach den Sommerferien feststehen.

 

Quelle: IVZ Online, (URL: http://www.ivz-online.de/lokales/hopsten_arid,83195.html)

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