2013 Sportabi Bewegungszirkus 01

Bewegen spielend lernen

Die vergangene Woche war eine ganz besondere für die Schüler der St.-Anna-Grundschule in Dreierwalde. Sportzirkus war angesagt – inklusive Aufführung – und die Lehrer waren diesmal die Schüler der Sportabiturklasse der Hüberts’schen Schule.

2013 Sportabi Bewegungszirkus 01

Diabolo, Akrobatik und mehr: Die Kinder der Dreierwalder Grundschule hatten die Wahl zwischen zehn mehr oder weniger ungewöhnlichen Sportangeboten, die die Sportabiturklasse der Hüberts’schen Schule mitgebracht hatte.

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Diabolos fliegen durch die Luft, die Katzen tanzen und einige Kinder sausen gekonnt auf Inlineskates durch die Turnhalle. Die vergangene Woche war eine ganz besondere für die Schüler der St.-Anna-Grundschule in Dreierwalde. Sportzirkus war angesagt – inklusive Aufführung natürlich – und die Lehrer waren diesmal die Schüler der Sportabiturklasse der Hüberts’schen Schule.

„Das war ein 100-prozentiger Erfolg“, sagt Klassenlehrer Dietmar Popp über das Experiment. Für seine Schüler ging es vor allem um Didaktik und Methodik. Praxistraining quasi. Doch auch für die Grundschüler stuft er die Woche als rundum gelungen ein. „Sie haben so viel gelernt – vor allem soziale Kompetenz und Bewegungserfahrung.“

Vor fünf Jahren gab es an der Dreierwalder Grundschule ein klassisches Zirkusprojekt. „Das war toll“, sagt Schulleiterin Brigitte Offenberg, habe aber durchaus auch Nachteile gehabt. Diesmal war ein Zirkus schlicht zu teuer für die kleine Grundschule. Über eine Mutter, die ein Kind in der Grundschule und eines in der Sportklasse an der Hüberts’schen Schule hat, sei der Kontakt zustande gekommen. „Die Grundschule hat angefragt und wir haben den Ball dankend angenommen“, sagt Dietmar Popp. Wann habe man schon mal die Möglichkeit, eine Woche lang so intensiv in die Praxis zu gehen.

„Wir durften sehr selbstständig arbeiten“, erklärt Désirée Schlautmann aus der Sportklasse. „Die Lehrer haben sich sehr gut rausgehalten.“ Zehn Bewegungsangebote haben die Hüberts’schen Schüler den Grundschülern gemacht: Fußball und Basketball, Tanzen, Voltigieren, Inlineskaten, Diabolo, Jonglage, Akrobatik und eine Reportergruppe, die die Woche „journalistisch“ begleitet hat. Die Kinder durften Wünsche äußern und wurden dann in altersgemischte Gruppen eingeteilt – jede betreut von zwei der älteren Schüler.

„Besonders unsere Jungs wurden viel von den Kindern angesprochen“, sagt Désirée Schlautmann. Vermutlich, weil in den Grundschulen ja die meisten Lehrer weiblich seien. „Die waren alle toll motiviert“, ergänzt Anna-Lena Stelling aus der Sportklasse. „Manche Lehrer haben die Schüler gar nicht wiedererkannt.“ Zum Abschluss haben die Gruppen ihren Eltern in der Turnhalle präsentiert, was sie in der Woche gelernt haben. Eineinhalb Stunden Programm sind zusammengekommen, mit Pause sogar zwei. Die Schulpflegschaft hatte eine Cafeteria organisiert, der Förderverein einen Popcorn- und Saftstand aufgebaut. Wie sich das für einen richtigen Zirkus gehört.

„Das war großes Neuland“, resümiert Brigitte Offenberg. Das Loslassen sei ihr und ihren Kolleginnen erst ein wenig schwergefallen. Letztlich ist sie aber sehr zufrieden mit dem Experiment „Sportzirkus“. „Es war eine tolle Woche, die stärkt die Kinder“, sagt sie. Und Dietmar Popp hofft nun, dass auch die zweite Sportklasse der Hüberts’schen Schule im nächsten Jahr so eine tolle Gelegenheit bekommt. Interessierte Grundschulen dürfen sich gern melden.

 

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Quelle: IVZ Online, Anke Beiing (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Bewegen-spielend-lernen-_arid,219437.html am 19.06.2013)

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