Springen, Klettern und ein wenig Mut
Der Milchparkour war jetzt bei den Realschülern der Hüberts’schen Schule zu Gast. Mit dem Projekt um die Trendsportart „Le Parkour“ werben die Landesvereinigung der Milchwirtschaft und das Landwirtschaftsministerium NRW für Schulmilch an weiterführenden Schulen.

Hindernisse möglichst effektiv überwinden: Darum geht es beim Milchparkour, der jetzt bei den Realschülern der Hüberts’schen Schule zu Gast war. Mit dem Projekt um die Trendsportart „Le Parkour“ werben die Landesvereinigung der Milchwirtschaft und das Landwirtschaftsministerium NRW für Schulmilch an weiterführenden Schulen.
Über Kästen springen, auf Slacklines balancieren, auf die Türme, die wie Milchtüten aussehen klettern und die metallenen Verbindungselemente dazwischen irgendwie überwinden. Bei den Realschülern der Hüberts‘schen Schule waren jetzt neben sportlichem Ehrgeiz und Spaß an der Bewegung auch ein bisschen Mut gefragt. Und auch ein paar blaue Flecken konnten am Ende nicht alle der gut 120 Schüler der Jahrgänge fünf bis sieben vermeiden, die jetzt den Milchparkour absolvieren durften.
Der Milchparkour ist eine Bewegungs- und Aktionsarena , der die Trendsportart „Le Parkour“ zugrunde liegt. „Parkour war ursprünglich eine Fluchttechnik“, erklärte Projektleiter Malte Rachow aus Köln den Schülern. „Es geht darum, Hindernisse möglichst effektiv zu überwinden.“ Er sprach in seiner theoretischen Einführung auch die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung an. „Es ist erstaunlich, wie viele Kinder vor der dritten Stunde noch nicht gefrühstückt haben“, sagt er. Und fragt sie: „Wie wollt ihr denn jetzt hier zwei Stunden Höchstleistungen bringen?“
Der Milchparkour ist ein Projekt der Landesvereinigung der Milchwirtschaft und wird vom Landwirtschaftsministerium NRW unterstützt. Die Aktion ist zwar Teil der Schulmilchförderung, zielt aber auch insgesamt auf gesunde Ernährung, die die Schüler fit für ihren Alltag macht. Zentrale Botschaft: Es gibt einen Zusammenhang zwischen guten schulischen Leistungen, gesunder Schulverpflegung und körperlicher Fitness. Andreas Pätzholz, Sportlehrer der Realschüler an der Hüberts’schen Schule hatte die Aktion in die Schulturnhalle nach Hopsten geholt.
Nach der Theorie folgte die Praxis. Erstmal Aufwärmen, dann durften die Schüler die Elemente des Milchparkours auf eigene Faust erkunden. Es folgte ein Block unter Anleitung eines der beiden aus Köln angereisten Übungsleiters, eine Sportstudentin, ein Sportwissenschaftler, beide offensichtlich sehr fit. Zum Abschluss durften sich alle noch einmal nach Herzenslust austoben. Offenbar machte es Spaß, denn fast alle Schüler nutzten das Bewegungsangebot bis zum Schluss. Dann gab es zur Stärkung – natürlich – eine Schulmilch.
Und vielleicht sehen aufmerksame Beobachter ja demnächst auch einige Jugendliche durch Hopsten klettern und springen. Denn sie bekamen auch einige Einstiegsideen für „Le Parkour“ in freier Wildbahn mit auf den Weg.
Quelle: IVZ Online, Anke Beiing. URL: https://www.ivz-aktuell.de/Artikel/155026/Lokales/Springen-Klettern-und-ein-wenig-Mut (Zugriff am 28.05.2017)