Der Weg zur perfekten Bewerbung

Das Bewerbungstraining an der Hüberts‘schen Schule hat offenbar Hand und Fuß: Beim Azubi-Trainingslauf, den einige Osnabrücker Firmen jährlich zusammen ausrichten, haben es diesmal wieder fünf Schülerinnen unter die besten sieben geschafft.

 
Die Lehrer Ralf Menke (l.) und Jens Holtgrave (r.) haben ihre Schüler für den Azubi-Trainingslauf fit gemacht. Jana Giesau (v.l.), Rebekka Wegmann, Tina Schniedergers, Sabrina Tietmeyer und Linda Rieke haben es unter die besten Sieben von 765 Schülern geschafft.
 
Das Bewerbungstraining an der Hüberts‘schen Schule in Hopsten hat offenbar Hand und Fuß: Beim Azubi-Trainingslauf, den einige Osnabrücker Firmen jährlich zusammen ausrichten, haben es diesmal wieder fünf Schülerinnen unter die besten sieben geschafft – von 765 Teilnehmern wohlgemerkt.
Bei diesem Bewerbungs-Planspiel können sich die Schüler entweder auf reale Stellen der beteiligten Firmen bewerben, oder eine Bewerbung auf eine fiktive Stelle verfassen. Einzige Regel: Es muss ein Lehrberuf sein. Die Personaler der Firmen werten die Bewerbungen aus und geben jedem Schüler ein Feedback im Umfang von drei bis vier DIN-A4-Seiten, erklärt Lehrerin Anja Ahrens-Fischer. Die besten bekommen zudem Urkunden und dürfen an einem Assessment-Center teilnehmen.
So wie vor Kurzem Tina Schniedergers, die beim Azubi-Trainingslauf den zweiten Platz belegt hat, Sabrina Tietmeyer, Rebekka Wegmann, Jana Giesau und Linda Rieke. „Da hatten wir ein Einzelgespräch, verschiedene Übungen, und es gab Kaffee und Kuchen“, erzählt die Zweitplatzierte. Den Kuchen gebe es aber selbstverständlich nicht aus lauter Nettigkeit, sondern weil die Personaler sehen wollen, wie sich ihre Bewerber in Gruppen verhalten, erklärt Anja Ahrens-Fischer. Auch für das Assessment-Center können sich die Teilnehmer demnächst noch ein telefonisches Feedback abholen.
An der Hüberts‘schen Schule gehört das Bewerbungstraining zum Unterricht. Jens Holtgrave und Ralf Menke haben in diesem Jahr insgesamt 101 Schüler auf den Azubi-Trainingslauf vorbereitet. Die Teilnehmer haben aber nicht nur in den Schulstunden immer wieder an ihren Anschreiben und Lebensläufen gefeilt, sondern auch zu Hause daran gearbeitet. Eltern oder Geschwister gegenlesen lassen, wieder etwas verändert. „Das war schon eine ganze Menge Arbeit“, sagt Tina Schniedergers.
Den Azubi-Trainingslauf gibt es seit sechs Jahren. Seit fünf Jahren ist die Hüberts‘sche Schule dabei und immer ganz vorne platziert. Im vergangenen Jahr kamen sogar alle sieben Finalisten aus Hopsten. „Der Azubi-Trainingslauf ist eine tolle Möglichkeit, ein reales Feedback auf fiktive Bewerbungen zu bekommen“, sagt Anja Ahrens-Fischer. Zudem bekommt die Schule so Kontakt zu den Firmen – und die im Gegenzug zu potenziellen Nachwuchskräften.
Schön findet vor allem Tina Schniedergers sicher auch, dass die besten drei Teilnehmer am Trainingslauf Geldpreise bekommen: 1000 Euro, 500 Euro und 250 Euro. Dasselbe gilt für die Schulen mit den meisten Teilnehmern. In dieser Wertung lag die Hüberts’sche Schule diesmal mit 101 nur auf Platz drei – und zwar knapp: Die Siegerschule hatte 103 Teilnehmer.
 
 

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