Schüler suchen Sponsoren
Die Sportabiturklasse der Hüberts’schen Schule organisiert auch in diesem Jahr den „Lauf für das Licht“: Am 17. September laufen die Schüler wieder für Spenden und hoffen auf viele Sponsoren. Das Geld kommt Menschen in Tansania zugute.

Auf der einen Seite stehen Kraft, Ausdauer und der Kampf gegen den inneren Schweinehund. Auf der anderen Seite hoffentlich großzügige Geldgeber. Der „Lauf für das Licht“ hat an der Hüberts’schen Schule schon eine kleine Tradition. Seit Einführung des Sportabiturzweigs organisiert die jeweilige Klasse zwölf den Sponsorenlauf. Termin ist diesmal Mittwoch, 17. September, von 10 bis 12 Uhr. Das erlaufene Geld geht wieder an den Mettinger Augenarzt Dr. Kurtgeorg Preuß. Er operiert seit Jahren ehrenamtlich Menschen in Tansania am Grauen Star.
„Das Geld fließt wirklich nur in die Operationen“, sagt Milena Brüggemeier, die zusammen mit ihrem Mitschüler Cedric Holthaus die Pressearbeit übernommen hat. Es werden Linsen gekauft und Operationsbesteck. Seine Reisekosten bestreite Preuß nicht aus den Spendengeldern. Eine kleine Besonderheit gibt es diesmal allerdings. Ein Teil der Spendensumme wird in ein Grundschulprojekt in Tansania fließen, an dem der Augenarzt ebenfalls beteiligt ist.
Und so funktioniert das Ganze: Die komplette Hüberts’sche Schule, inklusive des neuen Realschulzweigs geht an den Start. Zudem laufen die Klassen sechs bis acht der Ketteler-Realschule und die Klassen sechs bis neun der St.-Georg-Hauptschule mit. Eine Runde ist 1,9 Kilometer lang und führt grob vom Sportplatz am Schulzentrum bis zur Westfali-Arena und zurück. „An der Schaler Straße gilt währenddessen Tempo 50″, erklärt Cedric Holthaus. Aus Sicherheitsgründen. Die Anlieger sind informiert und werden um Verständnis für Verkehrsbehinderungen gebeten.
„Jeder Schüler braucht mindestens einen Sponsor“, erklärt Melina Brüggemeier weiter. Der zahlt pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag. „Wir geben ihnen aber die Möglichkeit, einen Höchstbetrag anzugeben.“ In der vergangenen Woche haben die Schüler der Sportabiturklasse die Sponsorenzettel verteilt. Die Läufer können sich nun Gönner suchen. Anschließend werden die Zettel von den jeweiligen Klassenlehrern verwaltet. Die Abrechnung für die Haupt- und Realschüler übernimmt die Sportklasse, die Hüberts’schen Schüler rechnen selbst ab. So sind im vergangenen Jahr mehr als 11 000 Euro zusammengekommen. „Das wollen wir natürlich toppen“, sagt Holthaus.
Während des Laufs bekommen die Schüler nach jeder Runde einen Stempel. Die Organisatoren stehen am Streckenrand, motivieren, passen auf, dass niemand abkürzt, und versorgen die Läufer mit Wasser. Nach dem Lauf werden Pommes und Würstchen verkauft – natürlich auch für den guten Zweck.
Für die angehenden Sportabiturienten ist die Veranstaltung Bestandteil des Lehrplans im Fach Didaktik/Methodik. „Organisation einer Sportveranstaltung“ lautet die Aufgabe. Klassenlehrer Thomas Feldkämper hat seine Schüler bei der Vorbereitung unterstützt. „Und wir haben uns auch noch Tipps bei der Klasse über uns geholt“, verrät Cedric Holthaus.
Die Sportabiturklasse ist also bestens vorbereitet. Was jetzt noch fehlt, sind jede Menge Sponsoren. Um die Spendensumme des vergangenen Jahres zu übertreffen und – und das ist sicher noch viel wichtiger – möglichst vielen Menschen in Tansania zu neuem Augenlicht zu verhelfen.
Quelle: Anke Beiing, IVZ Online (URL: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/hopsten_artikel,-Schueler-suchen-Sponsoren-_arid,381248.html am 11.09.2014)